Rebecca Hirschmann M.A.

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.

In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
(Viktor Frankl)

◎ Einzeltherapie

Zwei bequeme Polsterstühle in der Praxis

In der Einzeltherapie steht die individuelle Beziehung im Vordergrund. Sie bietet einen Resonanzraum, um persönliche Erfahrungen und innere Abläufe in Ruhe zu betrachten und zu verstehen.

Die therapeutische Beziehung ermöglicht es, auch schwierige oder widersprüchliche Themen zu denken, ohne vorschnell handeln zu müssen. Gefühle, Gedanken und innere Konflikte können gemeinsam erkundet und in ihrem Zusammenhang erschlossen werden. Dabei entsteht Schritt für Schritt ein vertieftes Verständnis für eigene Reaktionsweisen, Beziehungsmuster und unbewusste Dynamiken.

Einzeltherapie schafft einen geschützten Rahmen, in dem Unsicherheiten, Ängste oder belastende Erfahrungen ausgesprochen werden dürfen. Im gemeinsamen Nachdenken können neue Perspektiven entstehen und bisher festgefügte innere Muster in Bewegung geraten.

◎ Gruppentherapie

Spieleschrank mit einer großen Auswahl unterschiedlicher SpieleDer Mensch ist von Beginn an ein soziales Wesen. Er lebt, entwickelt sich und leidet in Beziehungen und Gruppen. Auch psychische Schwierigkeiten entstehen und zeigen sich immer im Zusammenhang mit anderen Menschen und sozialen Kontexten.

In der psychodynamischen Gruppentherapie wird die Gruppe selbst zum Erfahrungsraum. Im Miteinander werden Gefühle, Reaktionen und Beziehungsmuster unmittelbar erlebbar – oft klarer, als es im Einzelkontakt möglich ist. Das, was im Alltag Schwierigkeiten bereitet, zeigt sich auch in der Gruppe und kann dort gemeinsam wahrgenommen und bearbeitet werden.

Einzel- und Gruppentherapie unterscheiden sich in ihrem Zugang und ihren Schwerpunkten. Keines der beiden Verfahren ist dem anderen überlegen. Welche Therapieform sinnvoll ist, wird im Einzelfall gemeinsam und auf Grundlage der jeweiligen Fragestellung entschieden.

Aktuell biete ich eine gemischtgeschlechtliche Gruppe für Kinder im Alter zwischen sieben und 12 Jahren an, sowie eine Gruppe für junge Erwachsene ab 19 Jahren. Es handelt sich um halboffene Gruppen, d.h. die Therapiedauer ist individuell; wenn ein Patient/ eine Patientin die Therapie beendet, wird der freigewordene Platz neu besetzt. Die Gruppe bietet also ausreichend Kontinuität und Stabilität, ebenso aber können zentrale Themen wie Trennung, Abschied und Neubeginn bearbeitet werden.

◎ Die Bedeutung des Spielens

Tischsandkasten mit einigen Tierfiguren zum SpielenSpielen ist eine grundlegende Form, in der Kinder die Welt und sich selbst erfahren. Im Spiel verbinden sie innere Erlebnisse mit äußeren Eindrücken, ordnen Gefühle ein und entwickeln ein Gefühl für Zusammenhänge. Was Kinder noch nicht in Worte fassen können, zeigt sich oft im Spiel.

Kinder teilen sich in der Regel nicht primär über Sprache mit, sondern über Spiel, Handlung und Beziehung. Im Spiel können sie ausprobieren, wiederholen und verändern. Sie erleben sich als handelnd, wirksam und in Beziehung zu anderen. Dabei entwickeln sich Fähigkeiten wie Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation, Frustrationstoleranz und das Verständnis für andere Menschen.

Für die seelische Entwicklung ist Spielen deshalb nicht nebensächlich, sondern zentral. Es ermöglicht Kindern, Erfahrungen zu verarbeiten, innere Ordnung zu entwickeln und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. In der therapeutischen Arbeit wird dieses entwicklungsfördernde Potential des Spiels bewusst aufgegriffen und verstehend begleitet.